17. Juni 2019

SPORT

Junger Schlüßlberger fährt Formel 4

250.000 Euro kostet eine Rennsaison


Ex-Tourenwagenfahrer Sascha Martinz-Plöderl herzt seinen Sohn Nico Gruber, der heuer erstmals in einem Formel-Rennauto sitzt und 21 Rennen in der deutschen Formel 4 bestreiten wird.

„75 Prozent des Jahresbudgets von 250.000 Euro haben wir beisammen,“ sagt Sascha Martinz-Plöderl (48), der in Berlin  bei der Vertragsunterzeichnung seines Sohnes Nico Gruber (siehe „Landler des Monats“) mit dem deutschen Mücke Motorsport-Team dabei war und auf weitere Sponsoren hofft.
In der Formel 4-Meisterschaft fährt Nico Gruber für Mücke erstmals einen Rennwagen mit Flügeln und Spoilern wie in der Formel 1. Sein Vorjahresauto in der Britischen Formel Ford-Klasse glich dagegen eher einer „Zigarre auf Rädern,“ lacht Nicos Papa.
„Wir hatten Nico schon länger am Schirm und die ersten Testfahrten in Italien waren gut,“ freut sich der erfahrene Teamchef Peter Mücke über seinen neuen Fahrer aus Oberösterreich. Mückes ausgezeichneten Kontakte in der Motorsportszene „könnten helfen, dass für Nico später weitere Türen aufgehen,“ spekuliert Martinz-Plöderl.
Sein erstes Formel 4-Rennwochenende bestreitet  Nico Gruber von 26. bis 28. April im deutschen Oschersleben. Insgesamt besteht diese Meisterschaft aus sieben Veranstaltungen mit jeweils drei Rennen. Unter anderem gastiert die deutsche Formel 4 Anfang Juni im steirischen Spielberg. Im Juli fahren Nico Gruber und Kollegen im Rahmenprogramm des Deutschland-Grand Prix in Hockenheim.